Kompetenz der Religionslehrkräfte ist gefragt wie selten zuvor

Ende April trafen sich Vertreterinnen und Vertreter der evangelischen und katholischen  Religionslehrerverbände in Baden-Württemberg zu ihrer Frühjahrstagung in Unterreichenbach. Im Zentrum stand dabei der Austausch mit dem Geschäftsführer der „Interkonfessionellen Schulreferentenkonferenz Baden-Württembergs“ (Interko), OStD i.K. Dr. Wolfram Winger.

Dr. Winger, Referent für Gymnasien in der Schulabteilung der Diözese Rottenburg-Stuttgart, schilderte in einem Referat „Herausforderungen für den Religionsunterricht in Baden-Württemberg in der nächsten Dekade“. Dabei betonte er, dass es an Schulen eine große Nachfrage „nach der religiösen Kompetenz der Religionslehrkräfte gerade im Umgang mit anderen Religionen und Konfessionen“ gebe und die „lebensweltliche, interkulturelle und kommunikative Kompetenz der Religionslehrkräfte“ hoch geschätzt sei. Insbesondere in diesen Tagen, in denen die hohe Zahl an nach Baden-Württemberg Geflüchteten neue Anforderungen z.B. im Bereich der interreligiösen und interkulturellen Kommunikation mit sich bringt, werden die Fähigkeiten der Religionslehrerinnen und Religionslehrer und die Möglichkeiten eines qualitativ fundierten Religionsunterrichts deutlich.

Im Anschluss an das Statement ergab sich ein lebendiger Austausch, in dessen Zentrum die Frage nach einer möglichen zukünftigen Ausrichtung des Religionsunterrichts stand. Winger sieht hier konfessionelle Kooperation sowie – in einem nächsten Schritt – die „Kooperierende Fächergruppe“ als die richtigen und notwendigen Antworten auf die Zeichen der Zeit.

Die von Dr. Winger benannten Herausforderungen werden uns als AK und als einzelne Verbände sicher noch eine Weile beschäftigen. Umso schöner war es, mit dem Referenten positiv in diese herausfordernde Zukunft schauen zu können. So äußerte Winger zuletzt seine Hoffnung, dass im Zuge von Globalisierung und weltweiter Vernetzung der Jugendlichen und jungen Erwachsenen eine grenzüberschreitende Annäherung auch im religiösen Bereich zu Frieden in der Welt beitragen könne.

Das gesamte Statement von Dr. Winger lesen Sie hier.

 

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