Kurzer Rückblick auf die Diözesanversammlung am 24. Mai 2014 in Karlsruhe

Gut ein Jahr nach der viertägigen Diözesanversammlung in Freiburg hatte Erzbischof Robert Zollitsch zu einem „Tag der Vergewisserung“ nach Karlsruhe eingeladen. Dieser Tag sollte allen Delegierten der Diözesanversammlung 2013 einen Einblick in die bisher geleistete Weiterarbeit in den Themengruppen geben und den Dialogprozess fortsetzen.

Sämtliche Teilnehmer konnten im Vorfeld über die seit der DV 2013 weiterentwickelten Empfehlungen zur künftigen Gestaltung der Pastoralen Leitlinien in Internetgruppen diskutieren und Veränderungswünsche einbringen. Am Tag selber stand dann ein wahrer Abstimmungsmarathon zu 41 erarbeiteten Empfehlungen an. Aus Zeitgründen konnte es dabei nur zu einer begrenzten Anzahl von Themen Wortmeldungen geben.
Über den Verlauf der Diözesanversammlung 2014 wurde in der Presse ausführlich berichtet. Ich selbst durfte als Vertreter des VKRF wieder an diesem Tag teilnehmen.
Aus meiner Sicht war es erneut beeindruckend, wie konstruktiv, aber auch durchaus deutlich von den Delegierten Reformen angemahnt und eingefordert wurden. Sämtliche verabschiedeten Empfehlungen und viele Berichte finden Sie auf der Seite des Erzbistums unter http://www.erzbistum-freiburg.de unter ‚Dialog.‘

Für uns als Religionslehrerinnen und Religionslehrer freut es mich besonders, dass die Empfehlung 31 mit großer Mehrheit angenommen wurde. Hierin wird gefordert, dass der Bereich der Lehrerpastoral ausgebaut werden soll, um die ermutigenden Ansätze in diesem Bereich weiter entwickeln zu können. Es war mir bereits während der DV 2013 ein Anliegen, auf diesen Bereich hinzuweisen. Auf dem Weg zu einer missionarischen Kirche sollten wir neben neuen Aufbrüchen auch die Orte in den Blick nehmen, wo wir als Kirche bereits vertreten sind. Wir Religionslehrerinnen und -lehrer sind als kirchlich Beauftragte in Kontakt mit Kindern und Jugendlichen aus ganz verschiedenen Sozialisationen und bedeuten für viele den einzigen Kontakt zur Kirche. Umso wichtiger ist es, dass wir bei dieser herausfordernden Aufgabe Rat, Hilfestellung und Bestärkung erfahren.

Gerne verweise ich an dieser Stelle nochmals auf die Festrede von Wolfgang Goebel, Karlsruhe, aus Anlass unseres Verbandsjubiläums in Rastatt 2013:
Ausgehend von einem Zitat des Theologen Thomas Söding führte Wolfgang Goebel aus, dass die heutige Kirche Dienste und Ämter nah bei den Menschen braucht, mitten im Leben stehend und mit einem Gespür dafür, was die heutige Generation bewegt.
Ich bin überzeugt davon, dass wir als Religionslehrerinnen und -lehrer diesen Dienst leisten. Es freut mich deshalb sehr, dass unsere Arbeit durch Angebote der Lehrerpastoral gestärkt werden soll und dies auch Bestandteil der zukünftigen Pastoralen Leitlinien sein wird.

Simon Lienhard, 08. Juli 2014

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